Rechtliche Einbindung

In Deutschland reglementiert das Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) die schädlichen Umwelteinwirkungen, die von Industrieanlagen ausgehen dürfen, hinsichtlich deren Freisetzung (Emission) als auch deren Eintrag in die Umwelt (Immission). Nachgeordnet werden durch die Verwaltungsvorschrift TA Luft sowie durch Rechtsverordnungen, u.a. die 13. BImSchV (Großfeuerungs-, Gasturbinen- und Verbrennungsmotorenanlagen), die 17. BImSchV (Verbrennung und die Mitverbrennung von Abfällen) sowie die die 44. BImSchV (mittelgroße Feuerungs-, Gasturbinen- und Verbrennungsmotoranlagen) usw., bundeseinheitliche, verbindliche Anforderungen spezifiziert. In Österreich übernimmt das Bundesgesetz zum Schutz vor Immissionen durch Luftschadstoffe (Immissionsschutzgesetz – Luft, IG−L) diese Funktion.

Bei Großfeuerungsanlagen und Abfall(mit)verbrennungsanlagen werden durchweg kontinuierlich messende automatische Messeinrichtungen gefordert. Aber auch in Anlagen, in denen nur jährliche oder vierteljährliche Stichprobenanalysen gefordert sind, werden teilweise automatische Messsysteme eigesetzt, weil es logistisch Vorteile bietet bzw. die Daten zur Prozesssteuerung verwendet werden.

Automatische Messreinrichtungen für diesen Einsatz müssen eine Eignungsprüfung und Zulassung nach DIN EN 15267−3 sowie DIN EN 14181 besitzen, umgangssprachlich auch immer als QAL1-Zulassung bezeichnet.

Für die kontinuierliche Emissionsüberwachung bietet Gasmet folgende Automatische Messeinrichtungen (AMS):

CEMS IIe und CEMS II ef
auf Basis FTIR
nach DIN EN 15267−3 und DIN EN 14181 zugelassen für die Messung von H2O, CO2, CO, N2O, NO, NO2, SO2, CH4, HCl, HF, NH3, Formaldehyd, Sauerstoff und Cges
sowie für die prozessrelevante Messung (ohne Hardwareänderung) erweiterbar auf bis zu 50 Mess-Komponenten insgesamt.

Die Messung vieler Gaskomponenten mit einem einzigen Analysator reduziert die Betriebs- und Wartungskosten des Emissionsüberwachungssystems erheblich. Das Messsystem Gasmet™ CEM II kann für die unterschiedlichsten Überwachungsaufgaben bei verschiedensten Biobrennstoffen und Abfallverbrennungen eingesetzt werden: Hausmüll, Kranken­hausabfall, Chemieabfälle, Gefahrstoffe, kommunale Klärschlämme, Holz, etc.

CMM und CMM AutoQAL
auf Basis Kaltdampf-Atomfluoreszenz und thermischer Konversion
nach DIN EN 15267–3 und DIN EN 14181 zugelassen für die Messung von Gesamtquecksilber,
bietet mit 5 µg/m³ den niedrigsten zertifizierten Messbereich und mit 0,31 µg/m³ die niedrigste „Erweiterte Unsicherheit“ aller zugelassenen Hg-Messsysteme.
und optional eine zertifizierte Autovalidierungsfunktion nach QAL3

Mit den derzeit diskutierten (und in Zukunft weiter sinkenden) Grenzwerten für das Tages- und Jahres-Mittel der Quecksilber-Emissionen steigen die Anforderungen an die Messgeräte.  Das GASMET™ CMM erfüllt diese Anforderungen schon jetzt.

GT90 Dioxin
auf Basis der Verdünnungsmethode, das einzige Verfahren für die Langzeitprobenahme in vollständiger Übereinstimmung und Konformität mit der Norm EN 1948−1.
bietet mit 2 Probenahmestellen eine optimierte Entnahme, insbesondere bei größeren Kanaldurchmessern (Erhöhung der Repräsentativität)

Komplettlösungen
In Ergänzung zu unseren Messsystemen bieten wir Messsysteme für weitere Messkomponenten (z.B. Staub) und Bezugsgrößen wie Gasgeschwindigkeit, Druck und Temperatur in Zusammenarbeit mit unabhängigen Herstellern auch als Komplettlösung an.

Das Gasmet™ CEM II System kann auch alle diese Messwerte erfassen, verarbeiten und beispielsweise an ein Prozessleitsystem zur Prozesskontrolle übermitteln.

Die Systeme eignen sich für folgende Anwendungen